Sichere Telekom?

Sichere Telekom?

Ist die „Clean Pipe” wirklich sicher?

Die Telekom arbeitet ja nach dem NSA — Skandal intensiv daran, ein nationales Internet aufzubauen, zunächst nur für Industrie und Großkunden, bei dem die Kommunikation nicht mehr über US-Server laufen soll, um der NSA den Zugriff auf diese Daten zu erschweren. Die NSA besitzt nämlich nach US-Gesetzgebung das Recht, auf jegliche Daten und Server auf amerikanischem Boden zuzugreifen und die zur Entschlüsselung notwendigen Schlüssel einzufordern.

Ist die Telekom damit also eine sichere Alternative?

Ich glaube nicht! Sie hat jetzt erklärt, mit der US-Firma RSA zusammen zu arbeiten, um eine sichere Verschlüsselung zu ermöglichen. (bitte nicht verwechseln mit dem Rindezuchtverband Sachsen Anhalt eG!) Das klingt ja zunächst mal ganz toll, da die RSA ein Spezialist auf diesem Gebiet ist. 🙂

Denkste!

Wer aufmerksam mit gelesen hat, erkennt bereits den Haken an der Sache: „… mit der US-Firma …”. Genau da liegt das Problem! Die unterliegen ja den amerikanischen Gesetzen, müssen also auf Verlangen der Behörde die Schlüssel und Schlüsselverfahren aushändigen. Damit wären wir also wieder am Anfang. Die Telekom durchlöchert ihren eigenen Schutzschirm, den sie uns als sooo sicher verkaufen möchte. 😦

Und jetzt?

Tja, was jetzt? Zurück zur klassischen Brieftaube? Na ja, da wären ja noch die US-Drohnen 😉 Ich glaube so lange wir nicht wirklich die Drähte über den Teich kappen, kann von Sicherheit absolut keine Rede sein. Das wird aber nicht passieren, der Mr. President möchte das nicht!

PS: „Clean Pipe” bedeutet übersetzt „Saubere Pfeife” — wen die wohl damit meinen?

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