Advent - 1

Erster Advent

1. Advent – Ein Lichtlein brennt

Ach ja, wir haben noch alle Zeit der Welt …

Dennoch könnte langsam mal etwas Ruhe einkehren, oder? Nein, da gibt es ja noch so viel zu tun. Wer hätte gedacht, das ein Monat so kurz sein kann. Bald ist schon der 2. Advent. Die Geschäfte sind überlaufen und kaum noch ein Durchkommen. Wer die Möglichkeit hat, der besorgt sich die Geschenkflut elektronisch. Via eBay, Amazon oder andere Onlineversender ist das Heute doch so bequem, gell?

Wollen wir das? Ja klar doch! Was ist denn, wenn man seiner Liebsten verspricht: „Wir schenken uns dieses Jahr mal nichts zu Weihnachten, nur die Kinder bekommen etwas.” — und dann steht sie vorm Tannenbaum und zückt „nur eine Kleinigkeit” aus der Tasche. Die Designer Sonnenbrille, auf die wir schon so scharf sind? Wo war da noch mal die kleine Brosche, bei der sie jedes mal hängen bleibt, wenn sie die Katalogseiten im Web durch sieht? Ah ja — die war das. Na und wenn ich mich irre, dann habe ich schon etwas für den Geburtstag. Das lass ich dann einfach stecken … oh und Zahlpause bis Januar? Na dann wäre es blöd da nicht zuzuschlagen. Bleibt immer noch etwas für den Weihnachtsmarkt in der Kasse 😀

und die andere Seite?

„na ja, wir haben zwar gesagt, das wir uns nichts schenken, aber was wenn er … ”. Für den Rest der Geschichte, siehe einfach den obigen Absatz. 😦

Also wird es wieder genau so werden, wie es jedes Jahr gewesen ist und sag mir nur Keiner, dass das halt mal so Tradition ist. Das ist die Tradition des Handels, der jetzt einen großen Teil seines Jahresumsatzes macht. In Wahrheit könnten wir uns das alles aber gar nicht mehr leisten. Der Mensch ist ein Sklave, ein Sklave seines schlechten Gewissens, das uns die Werbung jedes Jahr aufs Neue eintrichtert. Vielleicht ändert sich das eines Tage, lange dauert es sicher nicht mehr. Spätestens die Jobcenter sagen uns dann, was geht und was nicht.

Ich wünsche euch einen schönen, ersten Adventssonntag liebe Lesewillige 😀

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5 Gedanken zu „Erster Advent

  1. norsoe

    Die aktuelle Marktforschung spricht von 288 Euro die jeder dies Jahr für Geschenke ausgibt. Wenn da also so einige sind die sich nichts schenken, dann müssen andere aber ordentlich Gas geben. Aber das Problem sind ja die ganzen „Kleinigkeiten“ für die Verwandtschaft die man so mitbringen muss, soll, sollte, müsste für den familiären Frieden für den Rest des Jahres.
    Und denkt daran: Weihnachtszeit ist besinnliche Zeit und nicht wie so oft der Streit wegen des Stresses in dieser Zeit. Ohne Geschenke wäre es also viel Stressfreier und besinnlicher.

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