Archiv für den Tag 16. Januar 2014

Kindheitsbrause – die Zweite

Der Geheimagent

Hier kommt noch ein Teil zum Projekt von Doro: Süßigkeiten aus unserer Kinder/Jugendzeit:

Die Morgendämmerung naht. Seine Sinne sind bis zum Äußersten gespannt. Wie soll er nur die Nachricht weiter geben? Er hatte in einer stillen Stunde eine Geheimschrift mit den Agenten G und H vereinbart, aber wer einen simplen Taschenspiegel besaß und diesen in der Mitte der kryptischen Zeichen ansetzte, der konnte auf einmal ganz normale Buchstaben erkennen. Die Nachricht musste also vernichtet werden.

Ihnen war jedoch verboten mit Feuer zu hantieren. Ihre Chefs, Oberagent Mu und Oberagent Va hatten es untersagt: „Wenn Du noch einmal die Streichhölzer nimmst, dann gibt es Ärger, mein Kleiner!” Das war der Geheimcode für: Finger weg von der Weltvernichtungsmaschine, sonst kannst Du mal einen Tag lang in deiner Agentenhöle bleiben.

Also wie sollte der Beweis, die Nachricht, vernichtet werden, ohne das Spuren blieben? Als er aus dem Bad kam, musste Agent C erst mal in die Agentenschule. Als sie zu Ende war, kam ihm ein Geistesblitz! Er ging gerade an dem Laden mit dem Agentenzubehör vorbei, mit dem Decknamen „Bäckerei Jäger” und sein Blick fiel auf das Esspapier. Das war die Lösung! Geheimnachricht darauf schreiben und nach Gebrauch aufessen!

Die Cheftechnikerin für Geheimzubehör war sehr erstaunt, als C diesmal nicht wie gewohnt, die üblichen Krafttabletten von Frigeo wollte, sondern wortlos und mit ernstem Gesicht auf das Esspapier deutete. Über ihren Mund huschte ein Anflug von Schmunzeln, sie ahnte was C vor hatte. „Bitteschön Cha — äh, Sir C”. Ein kluges Mädchen! Vielleicht sollte ich sie nach dem Job mal einladen … äh, und dann vielleicht tun, was ein Agent wie James Bond da halt so tut, falls das nicht Aua macht oder so.

Essbares Papier (Oblate)

Esspapier für ganz geheime Geheimagenten

Im HQ wollte er sich gleich an die Arbeit machen aber Agent Mu meinte, gewisse Aufgaben aus der Agentenschule seien wichtiger. Na gut, als er fertig war, konnte es los gehen: Die Nachricht in Geheimschrift notiert, vorsichtig leicht zusammen gerollt und in eine leere Dose gesteckt. Den kleinen Taschenspiegel dazu.

Am großen Fluss, Deckname Main, wurde die Nachricht unter den Trauerweiden im „Toten Briefkasten” deponiert. Eine Kopie davon steckte in seiner Jacke. C ging in Deckung zwischen den großen Granitblöcken am Ufer und harrte der Dinge, die da kommen sollten. Da tauchte Agent G schon auf. Er sicherte nach allen Seiten und ging unauffällig an das Versteck. Kurz mit dem Spiegel die Nachricht dechiffrieren und dann aufessen. Er würde Agent H informieren! C aß auch seine Kopie auf. Hmm! Lecker!!! Damit war der Auftrag erledigt.

Wieder ein Sieg für die Gerechtigkeit und ein schmackhafter Einsatz überstanden. 😀

Tja, Kinder können eine blühende Phantasie haben, liebe Lesewillige 😉

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