Etwas Nostalgie — Folge 2

Wie alles anfing …

Es war einen neue Welt, die da auf mich zu kam! Neu, verwirrend und unbekannt! Am Anfang stand der TI-99/4a von Texas Instruments.

Texas Instruments TI-99/4a mir Expansionsbox

Texas Instruments TI-99/4a mit Expansionsbox

Das kleine, flache, silber/schwarze Teil mit dem dicken Netzteil und der kleinen Tastatur war das erste Gerät, in einer Sammlung von Computern, die auf meinem Schreibtisch Platz fanden und nach und nach die Flugzeugmodelle zurück drängte. Ein 16-Bit Computer, mit einem umfangreichen Betriebssystem-ROM und schmalen 16 Kilobyte Arbeitsspeicher. Links war ein Steckplatz für verschiedene ROM-Module. Dafür hatte ich allerdings nur eines, mit einem Schachprogramm und eines mit dem TI-Extendet BASIC, einer Erweiterung des eingebauten BASIC Interpreters, mit mehr Befehlen, unter anderem einer gezielten Cursor Steuerung, mit der es nun möglich war, die INPUT Befehle nicht nur am unteren Bildschirmrand sondern beliebig irgendwo auf dem Bildschirm in einer Eingabemaske zu platzieren. Heute die Norm, damals für mich sensationell!

Ausbau:

Dann ging es weiter mit der Expansionsbox. Das Monstrum dahinter, auf dem der Monitor steht. Es sollte Steckplätze für RAM-Erweiterung, RS-232c Karte usw. bieten. Was darin eingebaut war, war eine Karte für das mächtige Flachbandkabel, das so starr war, das der TI davon verschoben wurde, wenn man die Box mal bewegt hat und eine Controller-Karte für das Diskettenlaufwerk. 5,25″ mit der wahnsinnigen Speicherkapazität von 85 Kilobyte pro Floppy! Dazu musste auch der Steckplatz für Module des TI verwendet werden, um mit dem DOS-ROM die Disktetten zu formatieren, oder zu kopieren.

Meine Hoffnung war es, an eine Steckkarte zur RAM-Erweiterung für die Box zu kommen und eine RS-232C Karte, um meinen Akkustikkoppler anzuschließen. Leider wurde zu dieser Zeit die Produktion bereits eingestellt und die von mir bereits fertig gestellte „Mailbox I.S.O.-Obernau“ war nicht zu verwenden. 😦 Ich hatte auf’s falsche Pferd gesetzt.

Mein Traum:

Historischer Computer PET von Commodore

Commodore PET

Mein Traum wäre ein Commodore PET gewesen! Da wären die Ausbaufähigkeit und die nötigen Schnittstellen vorhanden gewesen. Schade! So etwas hätte man vorher wissen sollen.

Nun gut, also ging es dann mit dem Commodore SX-64 weiter, auf dem die I.S.O Mailbox dann auch lief. Die mathematischen Berechnungen für mein Teleskop liefen weiterhin mit dem Casio Rechner ab und für das herumspielen und Experimentieren hatte ich einen Apple II+ – Clone in einem IBM-PC Gehäuse eingebaut. 😉

Meine „Geschichtsstunde” wird bald fortgesetzt, liebe Lesewillige … 😉

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16 Gedanken zu „Etwas Nostalgie — Folge 2

    1. Charly Schwarzer Autor

      Es war eine wilde Zeit, so um 1980 rum. Noch hatte sich ein klarer Standard nicht durchgesetzt und auf IBM Computern lief noch MS-DOS – Windows war nur eine ferne Vision … 😉

      1. giftigeblonde

        1980 hab ich mich mit Computern noch gar nicht beschäftigt, außer beruflich, aber da gabs bloß ziemlich eingleisige, ich erinnere mich an einen PC der nur Flüge buchen konnte, also in meiner Erinnerung kontne er sonst nix.
        war in einem Reisebüro gggg

  1. Gabi

    Ich verstehe bei Vielem hier auch eher nur Bahnhof, finde es aber wirklich interessant.
    Als ich Bürolehrling war, gab es in der Firma – und ich glaub, der war da noch relativ neu – einen riesigen Computer in einem extra Kammerl. Er war von IBM und diente zur Lohnverrechnung. Oder vielleicht wurden da auch nur die Gehaltszettel ausgedruckt. Mehr weiß ich nicht. Ich wurde damals dazu vedonnert, von allen Arbeitnehmern die Daten einzugeben. Wie gesagt, ein riesiges Gerät, ein richtiger Kasten. Kleiner Bildschirm, schwarzer Hintergrund, grüne Schrift.
    In den 80er Jahren, als mein Sohn noch klein war, kamen wir nur mit den Computern meines Schwagers in Berührung. Der hatte sie aber nur zum spielen. Er hatte den Commodre (vielleicht eh C64?), dann den Amiga 500 und kann sein dann noch den nachfolgenden Amiga. Er hat uns die zeitweise geborgt, weil mein Sohn und ich gerne darauf Spiele spielten (alle noch extra auf Disketten :-)) und auch dieses Mal- und Zeichenprogramm begeisterte meinen Sohn.
    Wir hatten unseren ersten Computer mit Internet erst so um 1999. War glaub ich auch ein IBM. Der hatte zwar auch schon ein CD-Laufwerk, aber keinen Brenner. Und er hatte auch noch ein Disk-Laufwerk. 🙂 Ich glaub aber, dass man da schon 1 – 2 MB drauf speichern konnte. 🙂 Ich war ja schon lange nicht mehr berufstätig und hatte eigentlich keine Ahnung vom Computer. Mein Mann wusste auch nur das, was er so in der Buchhaltung brauchte. Ich hätte schon lange vorher einen Computer gewollt, aber es war halt immer zu teuer. Und wie gesagt, keiner hat sich ja bei uns ausgekannt.
    Ich kann ja auch nicht wirklich behaupten, dass ich mich heute auskenne, aber ich musste mir halt nach und nach alles selber aneignen. Nur das ist leider viel zu wenig, als dass ich mir bei Problemen helfen könnte.
    Mir tut es echt leid, dass ich nicht jünger bin. Ich war eigentlich schon immer etwas Technik-interessiert und ich bin überzeugt davon, hätte es schon in meiner Jugend schon Computer gegeben wie heute, hätte ich sicher einen Beruf erlernt, der damit zu tun hat.

    Bin gespannt, was Du in Deiner Nostalgie-Geschichtsstunde noch zeigen wirst. 🙂

        1. Gabi

          Danke.
          Auf der Seite kann ich nicht kommentieren.
          So einen tollen Taschenrechner hatte ich nie und wusste wohl auch gar nicht, dass es sowas schon gab. 🙂

          1. Charly Schwarzer Autor

            Oh je, das mit dem Kommentieren prüfe ich Morgen. Ist schon zu spät dazu, sorry! 😉
            Der kleine Mistkasten hat mich zur Computerwelt gebracht. War die Einstiegsdroge, aber scheinbar auch der Grund warum ich Heute blogge. 😉

    1. Charly Schwarzer Autor

      Es ist nie zu spät sich darauf einzulassen! Der nächste Schritt in meiner Geschichte liegt in der tat bei Commodore, erst der SX-64 dann Amiga 1000, der Vorgänger des Amiga 500 und dessen Nachfolgers Amiga 2000 (merkwürdige Reihenfolge, aber na ja) 😉

  2. Giovanni

    Lang, lang ist es her – aber eigentlich ist es noch gar nicht lange her 😉

    Ich habe selbst auf solchen Einrichtungsgegenständen angefangen und heute bin ich froh, daß ich nur mehr ein Notebook vor mir stehen habe, das ich nicht mehr tauschen würde.

    Cari saluti, Giovanni 😀

      1. Giovanni

        Früher habe ich mich nicht getraut zu schrauben und heute sind die Dinger schon fast Wegwerfprodukte.

        Die alten Rechner brauche ich immer fürs Internet auf, bis sie abrauchen

        Cari saluti, Giovanni 😀

        1. Charly Schwarzer Autor

          So ein Rechner ist halt auch nur ein Mensch. Ich hatte schon eine Menge unter meinen Fingern, mal von einer Cray oder einem anderen Supercomputer abgesehen. Die haben alle mehr Angst vor uns, als wir vor ihnen.
          Mir ging es vermutlich genau anders herum wie Dir. Ich traue mich jetzt erst zu bloggen, da Menschen doch recht unberechenbar sein können, unlogisch quasi.

          Einen angenehmen – ja mittlerweile kann man sagen guten Moin und bis Heute! 😀

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