Archiv der Kategorie: Essen & Trinken

Gegrilltes Rindfleisch

Der Eschner von Tigapur

Nun hatte er sich also endlich getraut …

… mein alter Schulkumpel. War ja auch höchste Eisenbahn, man wird schließlich nicht jünger! Er hat geheiratet. Als ich die eMail las, war ich auf der einen Seite sehr erfreut, auf der anderen traurig. Er landete mit seiner Frau, einer Inderin Montag um 17:00 Uhr in Frankfurt. Sie kamen direkt aus Indien und ich konnte nicht dabei sein. Unmöglich für mich dort hin zu kommen.

Also mal überlegen, was zu tun ist. Nun muss man dazu sagen, das wir früher öfter mal ein kleines Treffen veranstaltet hatten. Da ging es immer in unsere Stammkneipe. Vielleicht könnte man diese Tradition irgendwie noch einmal aufleben lassen? Oh ja! Ich schicke ihm eine Einladung: Seine Frau und er in unserem Lokal und ein lecker Essen als nachträgliches Hochzeitsgeschenk. 😀

Moment! Da war doch noch was.

Ja richtig, die Inder essen ja kein Schweinefleisch, da ihnen diese Tiere heilig sind. Die essen nur Hühnchen und Kühe! Das muss ich natürlich berücksichtigen. Auf die Einladungskarte dürfen also nur Rindsgerichte und höchstens ein Gummiadler!

Rindsroulade

Rindsroulade

Da war ich aber mächtig froh, das mir das gerade noch eingefallen ist. Ich wollte ja nicht die religiösen Gefühle seiner Frau verletzen, oder vielleicht sogar seine, falls er mit der Heirat auch zum Hinduismus übergetreten ist.

Also machte ich mich ans Werk. Verschiedene leckere Sachen aus den Wikimedia Commons runter laden, mit Photoshop ausschneiden und dann auf einem alten Bild positionieren, das ich noch von unserem Stammtisch aus unserer Kneipe hatte. Es war ein schlimmes gefummel, bis ich alles pixelgenau platziert hatte, aber schließlich war ich zufrieden damit. Noch schnell einen ganz leichten Weichzeichner drüber laufen lassen und alles passt!

Wiener Kalbsschnitzel

Wiener Kalbsschnitzel

Sollte ich vielleicht das Bier da rausstanzen? Ach nein, erstens ist Bier ja ein rein pflanzliches Produkt und zweitens trinken die Hindus ja Alkohol, sogar Wein! Sake nennt man ihren Wein. Er ist zwar aus Reis gemacht und als Franke würde ich mich weigern so etwas als Wein zu bezeichnen, aber jedem Tierchen, sein Pläsierchen.

In Ordnung, alles passt! Das Bild schaut gut aus, da läuft mir schon das Wasser im Mund zusammen. Noch ein paar nette Zeilen dazu schreiben, die offizielle Einladung dazu und ab geht die Post! Raus aus dem Photodrucker auf das hochwertige Papier, ab in den Briefumschlag und weg damit. Ich wusste nicht, welche Mailadresse er hier hat, aber kannte seine Postanschrift.

Dann kam die Erleuchtung.

Etwa zwei Tage später rief mich ein anderer Kumpel an, ebenfalls einer aus dem Kneipen — Clan, und wollte mich informieren, das seine Maschine gerade gelandet ist. Ich erzählte ihm von meiner Idee mit dem Nostalgie — Treffen und von der besonderen Karte, die ich gebastelt hatte …

Eine Weile war schweigen, dann kam von ihm ein Gegrunze, Gepruste und schließlich lautes, dröhnendes Lachen! „AAAAALTER! Weist Du, was Du das angestellt hast?” Dann erklärte er mir erst mal die ganze, niederschmetternde Wahrheit. Welche Art von Tieren die Inder wirklich essen und das Sake in Japan zu verorten ist!

Heilige Kuh! Was habe ich da für einen Mist gebaut? Nun war es zu spät, da musste ich wohl durch. Also warm anziehen und auf nach Aschaffenburg. Es war Zeit für unser Treffen. Vor lauter Verwirrung vergas ich sogar die Blumen für seine Frau.

Stunde der Wahrheit!

Vor unserem Stammlokal stand er. Alleine! Oh nein, seine Frau war sauer auf den Rinderbarbaren und dem Treffen fern geblieben. 😦 Er war schon im Gespräch mit den anderen Jungs, machte kein besonders freundliches Gesicht. Es war also zum Eklat gekommen. Die Anderen standen da, mit Blümchen und kleinen Geschenken in der Hand und wussten nicht wohin damit. So endet also eine langjährige Freundschaft.

Ich hörte die ersten Wortfetzen: „Ne, also wirklich nicht! So etwa geht überhaupt nicht! Man bin ich froh, das es so gekommen ist. Ahhh! Das ist ja der Charly. Moin Kumpel, hast mal wieder genau den richtigen Riecher gehabt. Wie machst Du das nur immer? Auf gehts Leute, wir gehen da rein und fressen eine ganze Kuh!”

Aus der Heirat war nichts geworden. Die Beiden waren sich in die Haare gekommen und ihm wurde klar, das es eigentlich gar nicht so läuft, wie er sich das gedacht hatte. Unverrichteter Dinge ist er wieder in die Heimat geflogen und meine Einladung zum großen Rindervernichten kam ihm da genau Recht! — Suff muss man haben! 😉

Kaffee und Blaubeerkuchen

Wer kennt das nicht?

So etwas muss doch jemand kennen!

Erst mal Entschuldigung, das ich euch Heute Morgen nicht bedient habe. Das hatte datenvolumige Gründe! Dafür kommt hier mit etwas Verspätung ein Kurzbeitrag. 😉

Ihr kennt das sicher auch … eine grauenhafte Formulierung, aber man sollte nicht glauben, wie oft sie doch zum Einsatz kommt! Hier wird mal Klartext gesprochen über die Dinge, die jeder kennt, oder nicht?

Der Beitrag hat mir echt ein Schmunzeln ins Gesicht gezaubert! 😀

In diesem Sinne, Morgen gibt es wieder einen richtigen Beitrag von mir, darf ich euch in der Zwischenzeit zu einem kleinen Nachmittagskaffee mit Blaubeerkuchen einladen (siehe Beitragsbild). Schönen Nachmittag noch!

Hühnereier

Trennungsprobleme

Getrennte Eier

Ich las in einem Rezept eine Zeile: „4 Eier, getrennt”. Das hat mich zum Nachdenken gebracht. Warum trennen, wozu ist das gut und warum diese ungenaue Angabe?

Also nehmen wir mal an, man trennt die vier Eier. Jedes legt man an eine andere Ecke des Tisches. Reicht das aus? Oder wäre es vielleicht besser, jedes vor  der Weiterverarbeitung in eine andere Ecke der Küche zu bringen? Wenn man für ein Rezept nun 5 getrennte Eier bräuchte, wohin in diesem Fall dann mit dem 5. Ei? Reicht dazu die Küchenmitte noch aus oder muss man es gar ganz aus dem Raum bringen?

Wie man sieht, verwirrt mich das alles doch sehr. Aber schlimmer noch ist die Frage: Was passiert mit den Eiern, wenn man sie von einander isoliert? Hat das einen besonderen, vielleicht geschmacklichen Grund? Eine Vermutung von mir ist, das die Eier einen natürlichen Herdentrieb haben. Was auch erklären würde, warum sie im Handel immer in 6er oder 10er Verpackungen erhältlich sind! Ich glaube, durch die Einsamkeit setzen sie  dabei eine Art „Trauerhormon“ frei, das wesentlich zur Geschmacksverbesserung beiträgt. Unter Umständen verderben sie dadurch aber auch schneller, da das Hormon scheinbar auf Schwefelwasserstoff basiert. Lasst doch mal so ein einsames Ei ein paar Tage in der Ecke der Küche liegen, das macht sich dann irgendwann durch den Geruch bemerkbar!

In geringen Mengen ist es aber offensichtlich so, das der Geschmack dabei für uns wesentlich besser wird, was auch die vielen Rezepte erklären würde, in denen von getrennten Eiern die Rede ist. Ich würde mir nur eine genauere Angabe bezüglich der Trennungsdauer und der notwendigen Mindestentfernung wünschen.

Geschirrspülen

No more champagne …

… and the fireworks are trough.

Jetzt ist es also überstanden und das neue Jahr steht in den Startlöchern! Meine „gigantische” Geburtstagsfeier ist zu Ende, ich hab sie Gestern ganz alleine in meiner winzigen Hütte verbracht. Das war auch gut so, hier hätte ich die Gäste höchstens stapeln können, alles Andere wäre nicht machbar gewesen. Immerhin hätten wir uns ja meinen Stuhl teilen können … 😉

Bin ich deshalb traurig? NEIN! Im Gegenteil! Es war wunderbar. Habe auf Facebook den ganzen Tag Glückwünsche beantwortet und bin jetzt noch total überwältigt von der Menge an ganz lieben Grüßen die da auf meiner Pinnwand gelandet ist. Das ging den ganzen Tag über, ohne Unterlass. Kam gar nicht mehr nach mit dem Tippen und hoffe nur, das ich niemanden übersehen habe.

Nochmals vielen Dank auf diesem Wege, an alle! 😀

Auf die nächsten 50 Jahre, liebe Lesewillige.

Ein Haufen mit frisch gerösteten Kaffeebohnen

Gibt es ein Leben vor dem Kaffee?

Das Lieblingsgetränk der Deutschen — Kaffee!

Es gibt so viele Sorten und Zubereitungsarten von Kaffee. Kaffeeröstung, Kaffeespezialitäten und deren Zubereitungsarten können sich unterscheiden, aber eines haben alle gemeinsam: Den mehr oder weniger starken Anteil an Koffeein. Selbst in sogenanntem „entkoffeiniertem” Kaffee sind immer noch kleine Koffein Mengen enthalten. Weiterlesen

Kindheitsbrause – die Zweite

Der Geheimagent

Hier kommt noch ein Teil zum Projekt von Doro: Süßigkeiten aus unserer Kinder/Jugendzeit:

Die Morgendämmerung naht. Seine Sinne sind bis zum Äußersten gespannt. Wie soll er nur die Nachricht weiter geben? Er hatte in einer stillen Stunde eine Geheimschrift mit den Agenten G und H vereinbart, aber wer einen simplen Taschenspiegel besaß und diesen in der Mitte der kryptischen Zeichen ansetzte, der konnte auf einmal ganz normale Buchstaben erkennen. Die Nachricht musste also vernichtet werden.

Ihnen war jedoch verboten mit Feuer zu hantieren. Ihre Chefs, Oberagent Mu und Oberagent Va hatten es untersagt: „Wenn Du noch einmal die Streichhölzer nimmst, dann gibt es Ärger, mein Kleiner!” Das war der Geheimcode für: Finger weg von der Weltvernichtungsmaschine, sonst kannst Du mal einen Tag lang in deiner Agentenhöle bleiben.

Also wie sollte der Beweis, die Nachricht, vernichtet werden, ohne das Spuren blieben? Als er aus dem Bad kam, musste Agent C erst mal in die Agentenschule. Als sie zu Ende war, kam ihm ein Geistesblitz! Er ging gerade an dem Laden mit dem Agentenzubehör vorbei, mit dem Decknamen „Bäckerei Jäger” und sein Blick fiel auf das Esspapier. Das war die Lösung! Geheimnachricht darauf schreiben und nach Gebrauch aufessen!

Die Cheftechnikerin für Geheimzubehör war sehr erstaunt, als C diesmal nicht wie gewohnt, die üblichen Krafttabletten von Frigeo wollte, sondern wortlos und mit ernstem Gesicht auf das Esspapier deutete. Über ihren Mund huschte ein Anflug von Schmunzeln, sie ahnte was C vor hatte. „Bitteschön Cha — äh, Sir C”. Ein kluges Mädchen! Vielleicht sollte ich sie nach dem Job mal einladen … äh, und dann vielleicht tun, was ein Agent wie James Bond da halt so tut, falls das nicht Aua macht oder so.

Essbares Papier (Oblate)

Esspapier für ganz geheime Geheimagenten

Im HQ wollte er sich gleich an die Arbeit machen aber Agent Mu meinte, gewisse Aufgaben aus der Agentenschule seien wichtiger. Na gut, als er fertig war, konnte es los gehen: Die Nachricht in Geheimschrift notiert, vorsichtig leicht zusammen gerollt und in eine leere Dose gesteckt. Den kleinen Taschenspiegel dazu.

Am großen Fluss, Deckname Main, wurde die Nachricht unter den Trauerweiden im „Toten Briefkasten” deponiert. Eine Kopie davon steckte in seiner Jacke. C ging in Deckung zwischen den großen Granitblöcken am Ufer und harrte der Dinge, die da kommen sollten. Da tauchte Agent G schon auf. Er sicherte nach allen Seiten und ging unauffällig an das Versteck. Kurz mit dem Spiegel die Nachricht dechiffrieren und dann aufessen. Er würde Agent H informieren! C aß auch seine Kopie auf. Hmm! Lecker!!! Damit war der Auftrag erledigt.

Wieder ein Sieg für die Gerechtigkeit und ein schmackhafter Einsatz überstanden. 😀

Tja, Kinder können eine blühende Phantasie haben, liebe Lesewillige 😉

Kindheitsbrause

Meine Kindheitserinnerungen mit Brause 😀

Ich bin eben durch einen schönen Zufall über Doro’s Blog gestolpert. Sie ruft dort dazu auf uns mal Gedanken über unsere „Süssigkeiten aus unserer Kindheit/Jugendzeit” zu machen. Da hat es in meinem Kopf sofort KLICK gemacht! Mir kamen gleich wieder eine Vielzahl von Dingen in den Sinn, von denen ich mich mal auf die besonders Prickelnden beschränken werde.

Tatsächlich gibt es immer noch einiges davon, wenn auch in leicht geänderter Form. Aber fangen wir von vorne an! 😀

Auf dem Heimweg von der Schule, wann immer ich ein paar Pfennige dabei hatte, sei es von Oma oder Mutter, bin ich schnell mal in die Bäckerei gesprungen und habe mich dort ausgiebig umgesehen. Wozu ist mir eigentlich Heute noch nicht ganz klar, ich habe sowieso immer das Gleiche gekauft.

Brausebonbons von Frigeo

Brausebonbons von Frigeo

Dort stand auf der Ladentheke immer eine Dose, die war nicht so wie diese hier rechts, sondern quadratisch und hatte einen roten Deckel. Da waren kleine, runde Brausebonbons drin. Orange, Zitrone, Himbeer und Cola.

Das musste es sein! Ich kaufte immer für 10 oder 20 Pfennig ein kleines Tütchen davon und nahm sie mit nach Hause. Dort wurden sie dann in aller Ruhe gefuttert und zwar in genau festgelegter Reihenfolge: Zuerst Orange, das ging ganz fix, dann Cola, etwas schneller, dann Zitrone, langsamer mit Genuss und zum Abschluss Himbeere, gaaaanz langsam und mit höchstem Entzücken!!! Dieses Ritual stand für mich felsenfest und war unerschütterlich!

Ich liebte diese Teile und freue mich, das es sie Heute noch immer gibt! Eben im Web gefunden. Dann, eines Tages, es war der 26.01.19??, an das Jahr kann ich mich nicht mehr erinnern, brachte mir mein Papa, der in Großostheim bei der EDEKA im Großhandelslager arbeitete, Genau diese Rot bedeckelte Dose als Geschenk mit! DER PURE WAHNSINN! 😀 Oben unter dem Deckel lagen diese kleinen Frigeo – Tüten und zwei kleine Plastikschaufelchen um die Bonbons damit einzutüten. Ein halbes Jahr habe ich dafür gebraucht, bis sie leer war und wahrscheinlich hatte ich da auch schon Hornhaut auf der Zunge. 😀

Brausestäbchen von Frigeo

Brausestäbchen von Frigeo

Und dann gab es noch diese Brausestäbchen, die ich immer ersatzweise gekauft habe, wenn die Bonbons mal aus waren.

Vom Geschmack her auch da wieder die selbe Reihenfolge, aber die Essweise war etwas anders. Ich suchte immer erst die „Naht” des Stäbchens und knabberte immer eine Hälfte der Länge nach ab. Es brach immer in eine dickere und eine dünnere Hälfte. Erst die dünne, dann die Dicke. 😉

Ja, ich war schon etwas eigen mit meinen Essgewohnheiten, aber das war praktisch ein ungeschriebenes Gesetz für mich, da lies sich nichts Verhandeln, wie ein Naturgesetz! 😀

Ach ja, eins hab ich noch! Kennt ihr noch Curlywurly? Das ist ein Karamellriegel als flaches, dünnes Teil mit Schokoladenumhüllung. Das Ding hatte Zickzack – Muster mit Löchern darin und wenn es nur etwas zu warm war, dann bog sich der Riegel in Zeitlupe dem lokalen Schwerkraftvektor entgegen. Daher kaufte ich mir die Teile vorzugsweise im Winter. 😀

Curlywurly, Karamel in Schokolade

Curlywurly, Karamel in Schokolade

Tja, das wars von mir. Es gäbe sicher noch einiges, was mir so einfällt, aber das soll erst mal reichen. Ich freue mich schon auf andere Beiträge und bin mal gespannt, was da noch alles zusammen kommt. Wenn ihr auch solche Erinnerungen habt, dann beteiligt euch doch, liebe Lesewillige! 😀