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Ich habe kein schlechtes Gedächtnis …

… ich habe nur zu viel drin!

In jeder ordentlich gefüllten Datenbank, dauert das Datamining länger, als in einer, die noch fast leer ist. Mit dem Alter lasse das Gedächtnis nach, das ist die weit verbreitete Meinung, die vorherrscht. Ist das tatsächlich so?

Als Programmierer kenne ich das Problem von einer anderen Seite. Bereits seit den aller ersten Datenbank-Systemen auf den frühen Homecomputern, bekannte Namen sind da zum Beispiel Datamat oder Superbase auf dem C-64, ist diese Problem bekannt: Je mächtiger der Datenbestand, um so langsamer der Suchvorgang.

Was war dagegen zu tun? Hin und wieder mal einen Reindex machen, die Index-Dateien neu aufbauen, diese verweisen auf den eigentlichen Datensatz. Wenn sie geordnet sind, dann findet das System schneller, was es eigentlich sucht.

Nun scheint das aber nach neuesten Erkenntnissen nicht nur ein Problem aus dem EDV – Bereich zu sein, sondern mit zunehmendem Alter auch den Menschen zu betreffen. War man bisher davon ausgegangen, dass das Gehirn mit zunehmendem Alter an Leistungsfähigkeit verliert, so scheint sich langsam ein Umdenken einzustellen.

Also doch nicht verkalkt?

Die Eberhard Karls Universität Tübingen sieht das ähnlich. Dr. Michael Ramscar fasst das so zusammen:

Das Gehirn älterer Menschen wird nicht leistungsschwächer, ganz im Gegenteil, es weiß einfach mehr.

Das gibt doch Hoffnung, oder? Also damit ist die Devise klar: Mensch, stell im Alter das Denken nicht ein, Du wirst nicht dümmer, sondern weißt nur mehr als die Jungen. Halte Deine „Indexdateien” in Schuss, sie sichern den schnellen Zugriff.

Der Doktor und das Hirn

Der Doktor und das Hirn

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