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Das hätte Thomas Newcomen nicht gedacht!

Weihnachten naht, die Nervosität steigt.

„Paaaapiiii! Nur einen Tipp, büüüdddeee!” — mein Vater drehte sich genervt um. Kleine Kinder können ja so hartnäckig sein, das gilt besonders wenn Weihnachten vor der Tür steht und die Kleinen gerne wüssten, was denn nun das Christkind bringen wird.

Ich nehme mich da nicht aus. Was ich bis jetzt in Erfahrung gebracht hatte, war das es braun ist, und silbern. Es sollte zischen. Eine magere Ausbeute, für fast zwei Monate intensiver Recherchearbeit. Die kannten alle Tricks, meine Eltern. Im Schlafzimmerschrank war nichts zu sehen, alle gängigen Verstecke waren abgesucht. Ok, der Dachboden fehlte noch, aber dort traute ich mich sowieso nicht hin. Eine Ruck-Zuck-Treppe führte dort hinauf. Dort unter den Dachziegeln war es zugig und mein Gleichgewichtssinn legte aller schärfsten Protest ein, wenn ich auch nur den Plan fasste, mich dort hinauf zu bewegen. Also blieb nur zu fragen und die kuriosen Antworten meiner Eltern auszuwerten.

Der Tag X ist da …

Dann kam der Heilige Abend! Ich konnte es kaum noch erwarten, da hatte mich auch das Schmücken des Baumes nicht davon abhalten können, hochgradig nervös vor dem nun gesperrten Wohnzimmer auf und ab zu laufen. Als ich mit meiner Mutter aus der Kirche zurück kam, war der Raum immer noch versperrt und das kleine Nervenbündel nicht mehr zu bremsen. Dann ertönte die uralte, traditionelle Weihnachtsplatte von Polydor aus dem Zimmer. Die einzige Schallplatte in unserer Sammlung, mit einem blauen Label. Die anderen waren alle rot.

Ich erspare euch nun die Details, das lief bei uns nicht viel anders ab, als bei tausenden anderen Familien in dieser Zeit. Nachdem wir uns frohe Weihnachten gewünscht hatten und meine Eltern ihre Geschenke getauscht, kam ich an die Reihe. Unter dem Baum stand ein großer Karton in buntes, weihnachtliches Geschenkpapier gehüllt. Hastig machte ich mich ans Auspacken …

Dampfmaschinen Modell

Meine Dampfi

Eine Dampfmaschine! 😀 Meine Augen strahlten! Mit nervösen Fingern begann ich die Packung zu öffnen und die Einzelteile heraus zu nehmen. Es war genau so eine, wie auf dem Bild, nur der Griff an der Dampfpfeife war rot, sonst gab es keinen Unterschied.

Nach diversen „Büüddeee” und treuen Hundeblicken konnte ich meinen Vater erweichen, sie gleich mal auszuprobieren. Nur das Zubehör, eine Achse mit diversen Übersetzungsscheiben, eine kleine Standbohrmaschine und eine Kreissäge blieb noch in der Verpackung.

„Ich suche dir dazu erst mal eine stabile Platte, da schrauben wir das dann drauf und dann kannst Du es laufen lassen, aber erst nach den Feiertagen! Morgen gehts erst mal nach Schweinheim, zur Oma”

Die ersten Runden des Schwungrads

Gut, damit musste ich leben. Also mal sehen, wie geht das? Dampfpfeife abschauben, mit dem winzigen Trichter das Wasser einfüllen. 4 Esbit Steine ins Feuerfach einlegen und dann anzünden. Einschieben! Nach einer Weile war zu sehen, wie das Wasser im Schauglas siedete. Ein leises Zischen, welches sich zu einem Pfeifen steigerte wurde hörbar. Ich schloss vorsichtig die heiße Dampfpfeife. Auf einmal ging es los! Das Schwungrad ruckelte und begann sich zu drehen! Ich konnte meinen Blick nicht von dem Maschinchen abwenden, während mein Vater mir das Prinzip erklärte. Als sie eine Stunde später langsam zur Ruhe kam, wusste ich alles über Dampf, Maschinen, Wärmeausdehnung usw.

Ich glaube mein Vater hat gar nicht gedacht, das ich mir alles merken würde, aber ich war wie ein trockener Schwamm im Regen. Ich saugte alles auf! Die Maschine landete später im Diorama meiner Modelleisenbahn, auch wenn der Maßstab nicht ganz passte, so war sie doch für den Antrieb der Bahnschranken zuständig und schob die Magnete unterm Tisch an, welche die kleinen Autos oben auf der Platte bewegten. 😀

PS: Was hat das nun mit Thomas Newcomen zu tun? Nun, der hat 1712 die erste brauchbare Dampfmaschine gebaut, mit welcher das Wasser in einem Bergwerk abgepumpt wurde.

Kein schönes Wetterchen im Moment

Es regnet erst dann richtig wenn …

… der Regen sogar das Radio übertönt!

Also vor ca. 3 Stunden ging der Nieseldauerregen überraschend in heftiges Geklatsche über. Hier hat mein Foto sogar echte Probleme, wenn der automatische Weißabgleich versucht ein wenig Freundlichkeit in das Bild zu bringen.

Da weiß der Weißabgleich auch nicht weiter

Da weiß der Weißabgleich auch nicht weiter

My lovely Mister Singing Club! Es scheint als wolle der Winter Heute alles in Form von Wasser nachschicken was er uns in Form von Schnee schon die ganze Zeit schuldet.

Nicht das ich ein großer Fan von Schnee wäre, wirklich nicht! Von mir aus kann er komplett verbrennen, aber wenigstens über die drei Weihnachtsfeiertage, letztes Jahr hätte er die Gegend geschmückt. Bin ja gar nicht so, wenn danach die Temperaturen wieder hoch gehen soll es mir recht sein.

Was die Wassermengen an geht, so kümmert mich das hier oben auf dem Berg auch nicht sonderlich, also wenn der Winter jetzt mal langsam fertig würde, dann könnten wir uns endlich auf den Frühling freuen und die ersten Knospen zeigen sich hier ja auch schon verschiedentlich. Zeit ist es ja auch langsam. 😉

Einen schönen Rest – Freitag noch liebe Lesewillige, wünscht euch

Charly 😀

Alles im grünen Bereich?

Es scheint so, als hätten wir es überstanden …

Weihnachten ist vorbei und alles normalisiert sich wieder.

Weihnachten ist vorbei und alles normalisiert sich wieder.

Tatsächlich? Ist es vorbei, das Geschenke- , Verwandte- und Fressfest? Nun, es scheint so. Für viele ist wieder das tägliche Einerlei angesagt, einige haben auch noch frei und können sich noch etwas erholen, bevor es wieder rund geht. Auf alle Fälle ist die schlimmste Zeit erst mal geschafft.

Nichts ging nach Plan, alles lief anders und jeder war nur aufgeregt, nervös und im Stress. das scheint nun vorbei zu sein — hoffentlich! 😀

Ich wünsche euch einen leichten Start zurück in die Normalität und stell erst mal ein Käffchen in die Runde, liebe Lesewillige: 😀

Espresso und kleiner Snack

Der kleine Frühstarter!

schlafende, graue Katze. Zunge hängt etwas raus.

Im Osten nichts Neues.

Frohe Ostern und viele bunte Eier(phones)!

Na, wie war euer Fest? War das Christkindchen brav und hat für viel Geschenkpapier Abfall gesorgt? 😉

Ich liebe diese Zeit. Endlich mal drei Tage absolute Ruhe von Allem. Man kann so schön ungestört nachdenken. Den ganzen Stress mit Geschenkekauf, Einpacken und dem großen Weihnachtsmenü, den Verwandtenbesuchen und dem Baum begutachten spare ich mir gerne. Für mich ist das eine Zeit der inneren Ein- und Auskehr. Einkehr, weil ich über mich nachdenken kann. Auskehr, weil ich mit viel liegen gebliebenem Gedankenmüll aufräumen kann. Auch ein Grund, warum ich hier nur so ein bis zwei Artikel am Tage veröffentliche. Aber keine Angst, ich gelobe Besserung! 😉

Wie geht es weiter?

Keine Ahnung! Es kommt ja erstens immer anders, als man zweitens denkt. Die Zukunft liegt zumindest teilweise für mich fest, was sonst noch kommt, werde ich dann schon sehen. Ich hoffe, die Zukunft hält für euch, liebe Lesewillige, nur positive Überraschungen bereit. In diesem Sinne, starten wir wieder durch in einen neuen Tag. 😀

Frost, Raureif

Ein frivoles Fest???

Es weihnachtet sehr!

Manche Korrekturvorschläge sind eigenartig! Frivoles, statt friedvolles?

Manche Korrekturvorschläge sind eigenartig!

Ich arbeite mich gerade durch die ganzen Blogs, denen ich folge und hinterlasse bei dem einen oder anderen mal ein paar Weihnachtsgrüße. Auf einmal merke ich, das die Korrekturhilfe vom Firefox scheinbar mit dem Wort „friedvolles” nicht all zu viel anzufangen weiß.

Die Neugier siegt und ich schaue mir mal die Korrekturvorschläge an: *LACHFLASH* 😀

Darauf muss man erst einmal kommen!

Also wünsche ich euch allen, liebe Lesewillige, hiermit ein freudvolles, frivoles und keinesfalls leidvolles Weihnachtsfest! 😀

Weihnachtsbaum

Oh du fröhliche …

Endspurt! Heute ist es so weit.

Die kleine Familie feiert Heute Weihnachten. Lange hat es gedauert, aber der große Tag ist nun endlich da. Also schauen wir mal, was nun passiert …

Zum leichteren Verständnis sind die Anmerkungen das Autors in Blocksatz, die der Frau linksbündig und die des Mannes rechtsbündig gesetzt.

Los gehts …

Nun ist er also da, der große Tag, auf den wir alle gewartet haben. Nachher werde ich in den Keller runter gehen und den Baum so weit zurecht machen, das er in den Ständer passt, dann kommt er nach oben, ins Wohnzimmer und wird geschmückt. Das passiert bei uns aus Tradition immer am Morgen des 24.12. nicht eine Minute früher. Hoffentlich hat die Frau inzwischen den Schmuck vom Dachboden geholt und die Lichterkette entwirrt. Ich habe für so etwas kein Talent. Bin eher der Mann fürs Grobe.

Auf dem Dachboden

Also diese mal räume ich auch die Sachen wieder nach oben. Das ist ja ein Chaos hoch Zehn hier! Man kann Männern einfach sagen was man will, sie hören doch nicht zu! Um Himmels Willen — dieses Knäuel dort hinten, ist das etwa die Lichterkette? Wie stellt er sich das denn vor? Ich habe besseres zu tun, als hier Knoten zu lösen!

Im Keller

Musste es wirklich ein Truthahn sein? Warum dieses Jahr unbedingt ein Essen im American Style? Na ja, ich muss es ja nicht kochen, nur essen. Aber selbst das ist keine leichte Aufgabe, wenn ich an dieses riesige Tier denke. Ich glaube ich nehme das später mit nach oben. Erst mal der Baum …

In der Wohnung

„Hast Du den Truthahn mitgebracht? Der muss langsam mal aus der Gefriertruhe!”


„Ja gleich Schatz!” — *grummelbrummel* Wie lange sind wir schon verheiratet?
Hat sie immer noch nicht bemerkt, das ich nur zwei Arme habe?


„Dann mach aber mal hin und hilf mir dann dieses Chaos zu entwirren!”


Hm, ob man den vielleicht noch irgendwie einklemmen kann? Der Stil ist ja doch ein klein wenig zu dünn geworden. Wackelt ganz schön im Ständer. Vielleicht mit etwas grüner Pappe nachhelfen? 😦


Die Frau betritt das Wohnzimmer — stockt einen Moment und schaut dann zweifelnd auf das grüne Gebilde, welches da im Christbaumständer krampfhaft versucht aufrechte Haltung zu bewahren.


„Ich kann mir einfach nicht helfen, aber war der nicht mal gerader als wir ihn gekauft haben? Der Händler hat ihn doch extra noch auf unseren Christbaumständer passend zugespitzt. Deshalb hatte ich den ja bei Kauf auch dabei gehabt!”


„Äh ja Liebes, das kann passieren. Der hat damals gepasst, aber der trocknet ja im Laufe der Zeit aus.” Mist verdammter! Ja natürlich haben wir den passend machen lassen. Ich habe nicht mehr daran gedacht! *grrr*


„Merkwürdig, das sich das nach acht Tagen schon bemerkbar macht!?” Was will er mir damit jetzt eigentlich sagen? „Na Du machst das schon und jetzt hole bitte den Truthahn, dann hilf mir mit der Lichterkette.”

Eine Stunde später …

Oh was tun mir die Arme weh, das Ding zu halten strengt ganz schön an! Das war die Lichterkette des Todes! Zum Glück kam mir die rettende Idee: Ich habe den schlimmsten Knoten einfach raus geschnitten und mit etwas grünem Isolierband den ganzen Kram wieder zusammen geflickt. HA!


Lieber Himmel! Ich glaube jetzt dreht er langsam durch. Als ich ihn mit dem Seitenschneider ankommen sah, dachte ich schon: Das war es jetzt mit Weihnachten! Na ja 10 cm fehlen jetzt, aber wenigstens sind noch alle Lichter dran und sie leuchten auch noch. Du glaubst es nicht!


Nachdem endlich der Baum, auch mit Hilfe eines dünnen Nylonfadens und eines kleinen Nägelchens in der Wand eine halbwegs stabile Position eingenommen hatte, Gingen beide daran, die mittlerweile vollständig entwirrte Lichterkette um den Baum zu drapieren und den Christbaumschmuck an die Äste zu hängen. Dann noch die Klärung der Frage ob Engelshaar oder Lametta besser wirkt, welche zu Gunsten des Engleshaares entschieden wurde. Ein stattliches Kerlchen!


*knuuuutsch* „So mein Schatz, jetzt besorg ich schnell noch die Geschenke und dann gehe ich unter die Dusche. Was machst Du?”


„Dreimal darfst Du fragen: Ich verschwinde natürlich in der Küche! Schon vergessen? Da wartet noch ein Truthahn!”


„Also los, bis nachher! Wenn ich was helfen kann, dann ruf mich …”


„Mach ich!” — sofern wir Heute Abend Dosensuppe essen wollen. Nein, das lass mal lieber meine Sache sein.


So langsam aber sicher neigt sich der Tag dem Abend entgegen und die allgemeine Hetze des Tages verschwindet. Aus der Küche dringt ein verführerischer Duft und die hektischen Geräusche werden leiser.

Der Abend naht!

Nach einem grandiosen Essen, das sicherlich noch bis Neujahr reichen wird, geht es an das Auspacken der Geschenke und das gemütliche Beisammen sein. Jetzt hat es für die Beiden ja doch noch geklappt, wie jedes Jahr. Die Stimmung schlägt um in eine allgemeine Harmonie und Frieden kehrt ein in das Haus des jungen Paares. Eine besondere Überraschung wartet aber noch …


„Scha-haaatzi, woher hast Du gewusst, das ich mir das wünsche? Ich habe aber auch noch ein ganz besonderes Geschenk für Dich!”


„Ja? Wo ist es denn? Ich möchte es auspacken!“


„Das tut mir Leid, aber bis zum Auspacken musst Du noch neun Monate warten …”


Mit dieser freudigen Nachricht verlassen wir jetzt das Pärchen und wünschen ihnen alles Gute zu Weihnachten.

Das wünsche ich euch auch liebe Lesewillige. Lasst es euch gut gehen im Kreise eurer Liebsten und genießt die Feiertage. Ich wünsche euch von Herzen alles Gute und einen harmonischen heilig Abend! 😀

Zum kugeln.

Wir werden nicht nur von der NSA ausgespäht!

Es gibt eine Firma, die sich gerne mal an unseren Daten bedient, uns ausspäht, Bewegungsprofile erstellt und alles sammelt, was wir im Web so von uns geben.

Aristoteles

Aristoteles

Ihr Betriebssystem läuft auf vielen unserer Smartphones und ihre Dienste ermöglichen es uns unsere Wege zu planen, Sehenswürdigkeiten, Gaststätten und Tankstellen auf unseren Wegen zu finden.

Natürlich werden alle diese Dinge, die uns interessieren gespeichert und auf Wunsch auch der NSA zugänglich gemacht. Aber ist das alles neu?

Ich glaube nicht! Schon Aristoteles hat gewusst, das die Erde eine Google ist. 😉

Einen schönen Montag, liebe Lesewillige. Lasst euch nicht im Weihnachtsstress hetzen! 😉