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Logo von WhatsApp mit WatschAb Text

Die WhatsPanik und ihre Folgen.

Doomsday! Sind wir alle verloren?

Jeder kennt es und fast jeder hat es. WhatsApp! Kaum jemand konnte sich dem Rummel entziehen, der die letzte Woche durch alle Medien lief und sie sogar zu Sondersendungen bewog. Die Meldung Facebook kauft WhatsApp hat wohl jeder mitbekommen. Daraus entstand ein Schauspiel, das ich zunächst mit Verwunderung und später sehr amüsiert verfolgt habe. 😀

WhatsApp-LogoKurz nach Schließung der New Yorker Börse gibt Marc Zuckerberg bekannt, er habe die Firma WhatsApp Inc. gekauft. Jan Koum und Brian Acton brachten 2009 diesen Messenger auf den Markt um Text- und Sprachnachrichten zu versenden, sowie Foto-, Kontaktdaten, Video- und Audiodateien auszutauschen. Ebenso kann der eigene Standort mitgeteilt werden, der per GPS auf dem Handy ermittelt wurde.

Bedenklich ist die Notwendigkeit dabei der App die Zugriffsrechte auf das Adressbuch des Handys zu gewähren, da es sonst nicht funktionieren möchte. Nun hat man aber nicht nur die Adressdaten von WhatsApp Nutzern auf seinem Handy, sondern noch eine ganze Menge mehr. Viele Personen dort haben vielleicht kein WhatsApp, oder lehnen dieses Programm sogar prinzipiell ab. Auch sie werden jedoch davon erfasst und an die WhatsApp Server übermittelt. Das halte ich für bedenklich!

Zudem ist die Verschlüsselung der Daten, sofern überhaupt vorhanden, mehr als dürftig. Die Daten werden sogar beim Versenden unverschlüsselt auf dem WA-Server zwischengespeicher! Ein Schlaraffenland für die NSA!

Na und? Ich hab doch nix zu verbergen!

Ich wurde sehr oft gefragt, ob ich denn auch WA auf dem Handy habe und wir uns nicht darüber austauschen wollen. Wenn ich dann die erwähnten Bedenken geäußert habe, schlug mir Verwunderung, manchmal ein mitleidiges Lächeln entgegen. Wenn ich dann noch sagte, das ich einen sicheren Messenger verwende, der eine starke Punkt zu Punkt Verschlüsselung bietet, also die Nachricht geht verschlüsselt raus, bleibt das auch auf dem Server und wird erst im Zielgerät wieder entschlüsselt, dann kam höchstens „Ach das brauch ich nicht. Ich hab ja nichts zu verbergen” als Antwort.

GesichtsbuchlogoUnd dann gibt es ja noch Facebook. Auch hier ist Verschlüsselung ein Fremdwort, auch hier kann man allerhand Daten über sich und seine Freunde preis geben. Wie gesagt: Man kann! Man muss es aber nicht. Damit FB funktioniert, verlangt es nicht, das man seine gesamte Adressliste aus seinem Notizbuch eintippt.

Nun gab der Chef, Marc Zuckerberg, am 19.02.2014 bekannt, er habe die kleine Firma WhatsApp Inc. für insgesamt 19 Milliarden US-Dollar (das sind zum Kaufzeitpunkt umgerechnet 13,81 Mrd. Euro) gekauft und Jan Koum wechselt in den FB-Aufsichtsrat.

Na und?

Immerhin hat WA derzeit über 450 Millionen Nutzer! Das sind also 450 Millionen Handy-Adressbücher, die damit dem Shugarmountain in die Hände fallen. Beeindruckend! Nun setzte die Massenpanik ein. Viele User erinnerten sich auf einmal daran, was das Wörtchen Datenschutz für eine Bedeutung hat. Auf einmal kam der Gedanke auf: Facebook & WhatsApp = Gläserner Nutzer!

Jetzt wurde panisch nach Alternativen gesucht. Ein wenig zu spät! Die Daten in den Adressbüchern sind bereits bei WA gelandet und niemand kann sagen, ob sie mit der Löschung des Kontos wirklich von den WA-Servern verschwinden. Jedenfalls ging es übers Wochenende ziemlich rund. Teilweise hatte die Server der sicheren Alternativen wie myEnigma, Telegram oder Threema ganz schön zu schlucken mit der Unmenge an Neuanmeldungen, die dort generiert wurden.

Wie geht es denn weiter?

Also wie es nun weiter geht, ob FB den eigenen Messenger durch WA ersetzt, oder ob WA parallel zu diesem laufen soll, das muss die Zukunft zeigen. Vielleicht hat das ganze Durcheinander jedoch bei dem einen oder anderen ein Nachdenken ausgelöst, das wäre immerhin ein Anfang! Das Netz vergisst nichts und was Heute unbedenklich scheint und somit im Netz veröffentlicht werden kann, das ist Morgen vielleicht hochnotpeinlich! Also erst denken, dann informieren, dann nochmal denken und dann erst entscheiden! Und vor allem: Bleibt entspannt, wenn ihr eure Entscheidung trefft!

In diesem Sinne wünsche ich euch liebe Lesewillige eine schöne Woche und viel Energie! 😀

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Winzigweich Patschtag. Januar 2014

Patsch-Patsch, Hurra!

Winzigweich Patschtag, Januar 2014!

Guten Moin liebe Lesewillige!

Sorry, wenn ich Heute ein wenig später als gewohnt bin, aber Gestern hatte Microsoft ja seinen Patchday und da ich Gestern Abend so kaputt war, habe ich nach dem Abmelden gleich die Kiste herunter gefahren und ging in die Selbige.

Na ja, was man Gestern verschiebt, muss man eben Heute nachholen. Kaputt bin ich immer noch, aber das Kaputt-Level ist Heute geringfügig niedriger. Im Einzelnen sind bei mir (Windows 7) folgende Patches eingelaufen:

Winzigweich Patschtag. Januar 2014 Dateien

Winzigweich Patschtag. Januar 2014
Dateien

Dazu kam dann noch der übliche Update für die Scurity Essentials. JA! Ich benutze die SecEss zur Virenabwehr und die feuchte Hardware zwischen meinen Ohren! Ob ihr es glaubt oder nicht, Letzteres ist die mächtigste Waffe im Kampf gegen die böse Schadsoftware.

Ach ja, das TzEbNSuinbNs war natürlich auch dabei. <- Tool zum Entfernen bösartiger NSA Software und installieren neuer, bösartiger NSA Software. Das muss man verstehen, denn der Friedensnobelpreisträger ist es gewohnt, Abends, bevor er ins Bettchen geht, noch ein wenig in unseren Computern zu schmökern und da Obama keine Lust hat auf Anti-Spy-Abkommen, muss das halt sein. 😉

Ich wünsche euch einen guten, erfolgreichen und vor allem heiteren Tag, liebe Lesewillige und empfehle mich. 😀

PS: Warum ich das nicht Gestern irgendwann am Tag gemacht habe? Nun, weil Gestern erst Abends Dienstag war. Es gilt immer die Ami-Zeit. 😉

Der Fuchs, die Insel der Sicherheit

Es gibt so viele Browser …

die einen kommen verchromt daher, die anderen kriechen in Zeitlupe durch die Fenster, wieder andere singen Opern oder brauchen einen Kompass, um sich zurecht zu finden. Dann sind da auch noch die Füchse …

Firefox Webseite

Firefox Webseite

Der Firefox von Mozilla ist irgendwie anders.

Wem gehört er denn, wer verkauft ihn?

Nun, eigentlich gehört er uns allen und verkauft wird er nicht. Wer ihn möchte, der lädt ihn herunter und mehr noch: Wer möchte kann sich sogar den Quellcode des Browsers herunter laden und selbst compilieren, oder nach Herzenslust darin herum stöbern.

Wozu dieser Aufwand? Nun, das ist eine gute Frage. Die Antwort ist: Firefox ist offen! Er wird nicht nur von einer riesigen Gemeinde von Entwicklern und Programmierern erstellt, er wird jetzt auch auf seine Sicherheit hin überprüft! Das ist ein Konzept, das eben nur Open Software für sich aufweisen kann. Gerade im Bezug auf den aktuellen Spionageskandal der NSA und der Enthüllungen, die Edward Snowden gemacht hat (ein wahrer Volksheld!) ist es immer wichtiger genau zu wissen, was die Software so macht, die man auf seinem Rechner für den Zugriff auf eine ganze Menge Daten berechtigt!

Firefox-Logo

Der Feuerfuchs

Zur Zeit läuft ein neues Prüfverfahren für den Fox an, mit dem man geheime Hintertürchen der NSA schnell erkennen und die Nutzer weltweit informieren kann. Heise hat darüber berichtet. Die Zeiten könnten also nicht besser sein. Ich selbst verwende lieber einen sicheren Browser, als einen Chrome glänzenden … 😉

Zum kugeln.

Wir werden nicht nur von der NSA ausgespäht!

Es gibt eine Firma, die sich gerne mal an unseren Daten bedient, uns ausspäht, Bewegungsprofile erstellt und alles sammelt, was wir im Web so von uns geben.

Aristoteles

Aristoteles

Ihr Betriebssystem läuft auf vielen unserer Smartphones und ihre Dienste ermöglichen es uns unsere Wege zu planen, Sehenswürdigkeiten, Gaststätten und Tankstellen auf unseren Wegen zu finden.

Natürlich werden alle diese Dinge, die uns interessieren gespeichert und auf Wunsch auch der NSA zugänglich gemacht. Aber ist das alles neu?

Ich glaube nicht! Schon Aristoteles hat gewusst, das die Erde eine Google ist. 😉

Einen schönen Montag, liebe Lesewillige. Lasst euch nicht im Weihnachtsstress hetzen! 😉

Ich habe doch gerade erst mit Bloggen angefangen …

Da habe ich erst angefangen und schon soll wieder Schluss sein?

Was bildet sich dieser Minister eigentlich ein? Weiß er noch, wessen Angestellter er ist und wer ihm die Macht in die Hand gegeben hat? Dieser Bericht vom Monitor hat mich zu tiefst erschüttert! Sollte dieser Wahnsinn Realität werden, enden am selben Tag alle meine Aktivitäten im Internet, egal ob hier, auf Twitter, auf Google+ oder auch bei Facebook. 😥

Sichere Telekom?

Sichere Telekom?

Ist die „Clean Pipe” wirklich sicher?

Die Telekom arbeitet ja nach dem NSA — Skandal intensiv daran, ein nationales Internet aufzubauen, zunächst nur für Industrie und Großkunden, bei dem die Kommunikation nicht mehr über US-Server laufen soll, um der NSA den Zugriff auf diese Daten zu erschweren. Die NSA besitzt nämlich nach US-Gesetzgebung das Recht, auf jegliche Daten und Server auf amerikanischem Boden zuzugreifen und die zur Entschlüsselung notwendigen Schlüssel einzufordern.

Ist die Telekom damit also eine sichere Alternative?

Ich glaube nicht! Sie hat jetzt erklärt, mit der US-Firma RSA zusammen zu arbeiten, um eine sichere Verschlüsselung zu ermöglichen. (bitte nicht verwechseln mit dem Rindezuchtverband Sachsen Anhalt eG!) Das klingt ja zunächst mal ganz toll, da die RSA ein Spezialist auf diesem Gebiet ist. 🙂

Denkste!

Wer aufmerksam mit gelesen hat, erkennt bereits den Haken an der Sache: „… mit der US-Firma …”. Genau da liegt das Problem! Die unterliegen ja den amerikanischen Gesetzen, müssen also auf Verlangen der Behörde die Schlüssel und Schlüsselverfahren aushändigen. Damit wären wir also wieder am Anfang. Die Telekom durchlöchert ihren eigenen Schutzschirm, den sie uns als sooo sicher verkaufen möchte. 😦

Und jetzt?

Tja, was jetzt? Zurück zur klassischen Brieftaube? Na ja, da wären ja noch die US-Drohnen 😉 Ich glaube so lange wir nicht wirklich die Drähte über den Teich kappen, kann von Sicherheit absolut keine Rede sein. Das wird aber nicht passieren, der Mr. President möchte das nicht!

PS: „Clean Pipe” bedeutet übersetzt „Saubere Pfeife” — wen die wohl damit meinen?